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27.04.2011

Frankfurt: Bonus und Anreiz für nachhaltigen Erfolg im Vertrieb

Guten Tag,

Boni und Incentives für Mitarbeiter in Vertrieb und Verkauf sollen die Leistungsbereitschaft fördern. Zudem sollen sie die Vergütung von leistungsstarken und leistungsschwachen Mitarbeitern gerechter differenzieren. Worauf zu achten ist, damit dieser Anreiz nicht nur ein kurzes Strohfeuer entfacht, erfahren Vertriebsleiter im Mai in Frankfurt.

In der Theorie klingt das gut: "Bei 100 Prozent Zielerreichung kommt ein Bonus von 10.000 Euro zur Ausschüttung. Bei Zielüberschreitung entsprechend mehr und bei Zielunterschreitung entsprechend weniger. Wer unter 80 Prozent Zielerfüllungsgrad bleibt, erhält keinen Bonus." Doch in der Realität des Vertriebs zeigen derartige Anreiz- bzw. Bonussysteme ihre Tücken.

Ein Beispiel: Vertriebsmitarbeiter A ist für ein bestimmtes Produkt, einen bestimmten Kunden oder eine bestimmte Region zuständig. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen und Kontakte kann er seinem Vorgesetzten im Jahreszielgespräch verdeutlichen, dass in diesem Jahr selbst mit höchsten Anstrengungen keine Steigerung von mehr als 1,5 Prozent möglich ist.

Die bonusrelevante Zielhöhe vereinbaren


Die Vertriebsführungskraft erfährt auf diese Weise unter anderem von den widrigen Marktbedingungen, mit denen A zu kämpfen hat. Dazu zählen regionale Besonderheiten, aggressives Wettbewerberverhalten oder ihm vorliegende Informationen über die Kaufzurückhaltung bedeutsamer Kunden.

Versuche des Chefs, ein höheres Ziel festzulegen, wehrt A kenntnisreich ab. So wird für A ein Zielwert von 1,5 Prozent in der für den Bonus maßgeblichen Kennziffer (üblicherweise Umsatz, Rohertrag, Deckungsbeitrag o. ä.) vereinbart.

Anreize für engagierten Vertrieb setzen


Anders Mitarbeiter B - der selbstbewusste, dynamische Leistungsträger liebt und lebt das Motto: "The sky is the limit". Obwohl auch er es mit harten Vertriebs-Bedingungen zu tun hat, strebt B zur Freude seines Chefs eine Steigerung von 8 Prozent an.

Er plant zahlreiche Vertriebsaktivitäten in seinem Gebiet, die er zielorientiert nutzen will: Erfolg versprechende Maßnahmen zur Intensivierung des Kundenkontaktes, Kunden-Incentives zur Stammkundenbindung und Telefonaktionen zur gezielten Neukundenakquisition.

Zielerreichung nicht direkt relevant für Bonus


Am Ende des Jahres bietet sich folgendes Bild: Mithilfe der engagiert umgesetzten Maßnahmen hat Vertriebsmitarbeiter B hat einen Zuwachs von 6 Prozent erreicht. A hat nur 2,5 Prozent Steigerung erzielt. Doch wer erhält welchen Bonus?

Bonusrelevant ist der Vergleich des Erreichten mit der zu Jahresbeginn getroffenen Zielvereinbarung (B: 8 Prozent, A: 1,5 Prozent). Im Hinblick auf diesen Zielerreichungsgrad steht A deutlich besser da als der engagierte B: A´s Zielerfüllungsgrad liegt bei 166 Prozent, sein Bonus fällt entsprechend fünfstellig aus. Leistungsträger B hingegen hat nur 75 Prozent seines vereinbarten Zieles erreicht und geht leer aus.

Zielvereinbarung entscheidet über den Bonus


Wenn B etwas in diesem Jahr gelernt hat, dann das: Vereinbare möglichst keine anspruchsvollen Ziele. Sammle im Vorfeld der Jahreszielvereinbarung ausreichend stichhaltige Argumente, die ein niedriges Ziel begründen. Berichte dem Vorgesetzten alle Probleme, aber möglichst keine Lösungsansätze.

So, wie in der Fertigung neue Mitarbeiter schnell und nachdrücklich von Kollegen darauf hingewiesen werden, "nicht den Akkord kaputt zu machen" und es "langsam angehen" zu lassen, führen konventionelle Bonussysteme im Vertrieb und Verkauf nicht zu dem gewünschten, nachhaltigen Anreizeffekt. Zwar werden gewiefte Vertriebsführungskräfte den Tiefstaplern entsprechend gegensteuern und höhere Zielvorgaben machen - doch was nützt ihnen ein Bonussystem, wenn es Wirkungen hervorruft, die den beabsichtigten Anreizen genau entgegenstehen?

Bonus mit Zieloptimierung


Eine der bedeutendsten, von Performance-Spezialist Gunther Wolf entwickelten Managementinstrumente ist die Zieloptimierung. Hier erhält nicht allein die Relation aus vereinbartem und erreichtem Zielwert (im Bsp. A: 166 Prozent, B: 75 Prozent) eine Relevanz für die Höhe des Bonus. Sondern der vereinbarte Wert und der erreichte Zielwert, sowohl getrennt als auch in Zusammenschau.

Auf diese Weise wird erreicht, dass im Vertrieb nicht mehr tiefgestapelt wird. Bei Verwendung der Zieloptimierung maximiert der Vertriebsmitarbeiter seinen Bonus, indem er einen möglichst hohen Zielwert mit seinem Chef vereinbart – und nachher auch erreicht.

Tipps vom Anreiz-Profi


Doch es wird nicht nur der Aspekt der Planungssicherheit betont. Allen Mitarbeitern werden über Jahre hinweg kontinuierlich Anreize zur Performanceverbesserung gegeben. Die auch durch die Bonushöhe monetär spürbare Differenzierung der erfolgreichen Leistungsträger des Vertriebs trägt zudem zu deren langfristigen Bindung bei.

Wie das Prinzip der Zieloptimierung in Vertriebsbereichen umgesetzt wird, kann jeder am 10.05.2011 in Frankfurt von Gunther Wolf direkt erfahren. Und alle weiteren Tipps des Profis, mit denen er Bonus- und Anreizsysteme im Vertrieb und Verkauf ebenso leistungsförderlich wie nachhaltig ertrags- und wertsteigernd konzipiert.

Mit gutem Gruß

Ihr Consulting-Team

Links:

16.08.2010

Checklisten zum Thema "Entgelt, Gehalt, Vergütung"

Guten Tag,

ein gutes Dutzend Checklisten zum Thema "Entgelt, Gehalt, Vergütung" findet sich bei den Arbeitshilfen der I.O. BUSINESS Unternehmensberatung.

Mit dabei sind (Stand August 2010) die folgenden Checklisten:


  1. Checkliste: Entgeltfindung (PDF).

    Diese Checkliste unterstützt Sie bei folgenden Überlegungen: • Anforderungen an die Entgeltfindung • Faktoren zur Entgeltbestimmung • Entgeltkomponenten und deren Zielsetzungen: Festgehalt / Grundgehalt, Kurzfristige Variable Vergütung (STI), Langfristige Variable Vergütung (LTI), Sozial- und Nebenleistungen, Zulagen, Sachzuwendungen • Zusammensetzung der Entgeltkomponenten einer neuen Stelle • Schritte für eine geplante Veränderung von Entgeltkomponenten im ganzen Unternehmen oder in einzelnen Unternehmensbereichen.


  2. Checkliste: Entgeltfindung - Festgehalt (PDF).

    Diese Checkliste unterstützt Sie bei der Ermittlung eines angemessenen Festgehaltes. Sie können diese auch verwenden, um eine Basis für ein unternehmensspezifisches Entgeltmodell zu legen. Im Einzelnen geht es dabei um folgende Aspekte: • Ermittlung des Festgehaltes anhand der Aufgaben der Position • Arbeitsbeschreibung • Arbeitsbewertung • Strukturierung des Grundgehaltes (Entgeltgruppen und Vergütungsbänder) • Eingruppierung • Anpassung des Festentgelts • Entwicklungsmöglichkeiten • Mitbestimmung.


  3. Checkliste: Mitarbeiterbeteiligung, Mitarbeiterkapitalbeteiligung, Mitarbeitererfolgsbeteiligung (PDF).

    Könnte ein Ansatzpunkt für Verbesserungen (Kostensenkungen und Performance-Zugewinne) sein, nichtselbständige Arbeitsverhältnisse mit einer kleinen Prise Selbständigkeit zu würzen? Eine der Möglichkeiten hierzu bietet die materielle Beteiligung der Mitarbeiter am Kapital und Ertrag des Unternehmens. Hiermit wird über das Vehikel "mein Geld" ein Wandlungsprozess angestoßen. Grundlage ist, dass das eigene Einkommen und der eigene Vermögensaufbau einen Aufmerksamkeitswert genießt, von dem die im Jahresabschluss dargelegten Unternehmensergebnisse nur träumen können.

    Wer dieses Pulverfass nutzen will, sollte sich im Vorfeld genau mit Voraussetzungen, Risiken und Chancen auseinandersetzen. Der Prozess könnte Dynamik bekommen und wird sicher vor allem nicht vor dem Wie der Zusammenarbeit und der Führung Halt machen. Als Initiator eines solchen Vorhabens sollten Sie sich hierfür ein wenig Zeit nehmen und sowohl Geschäftsführung, als auch Führungskräfte- und Arbeitnehmervertretungen einbeziehen. Diese Checkliste unterstützt Sie dabei.


  4. Checkliste: Personalzusatzkosten (PDF).

    Für die strategische Erfolgsposition eines Unternehmens sind Personalkosten eine unbestrittene Größe. Der hohe prozentuale Anteil der Personalzusatzkosten lässt diese zu einer wesentlichen Stellschraube im Personalkostenmanagement werden. Diese Checkliste bietet Ansätze, sich mit der Thematik Personalzusatzkosten auseinanderzusetzen.


  5. Checkliste: Steuerfreie und steuerbegünstigte Zuwendungen (PDF).

    Die Möglichkeiten des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer Zuwendungen lohnsteuerfrei zukommen zu lassen, sind durch den Gesetzgeber in den vergangen Jahren deutlich zurückgeführt worden. Diese Checkliste gibt Ihnen einen Überblick.


  6. Checkliste: Entgelt / Arbeitszeit - Ermitteln des Bedarfs an Belohnungen zum Ausgleich von außergewöhnlichem Zeiteinsatz und besonderen Leistungen (PDF).

    Möglichkeiten zur Individualisierung und Flexibilisierung von Entgelt- oder Arbeitszeitsystemen gewinnen aktuell besondere Bedeutung. Wie können Überstunden ausgeglichen werden, wie Anreize zu
    besonderen Leistungen gesetzt werden? Eine systematische Befragung der Mitarbeiter kann Sie dabei unterstützen, die passenden Maßnahmen herauszufinden und wirksame Handlungsstrategien zu entwickeln. Ein Grundmuster, das Sie unternehmens- und adressatenspezifisch zuschneiden und ergänzen können, finden Sie hier.



Vergütungscontrolling

Vergütungscontrolling ist ein Teilbereich des Personalcontrollings und verfolgt damit eine Navigationsfunktion. Während sich das operative Vergütungscontrolling mit der kurz- und mittelfristigen Planung, Steuerung und Überprüfung der Effizienz des Vergütungssystems befasst, zielt das strategische Vergütungscontrolling auf langfristige Effektivitätsprüfung des Vergütungssystems ab. Grundlage für beide Ansätze ist eine fundierte Beschreibung des Ist-Zustands und des angestrebten Soll-Zustands.

Strategisches Vergütungscontrolling

Mithilfe der Checklisten zum Strategischen Vergütungscontrolling können Sie die Effektivität der in Ihrem Unternehmen angewandten Vergütungsmodelle überprüfen und bekommen Tendenzen aufgezeigt, welche alternativen Möglichkeiten sich anbieten. Konkret unterstützen Sie die Checklisten dieser Reihe bei der Beantwortung der folgenden Fragen: • Welche Systematiken zur Vergütung für Personen in bestimmten Funktionsbereichen und Ebenen existieren im Unternehmen? • Wie könnte die Vergütung zukünftig im Unternehmen gestaltet sein? • Nach welchen Kriterien werden die Vergütungsbestandteile vergeben? • Gibt es eine Systematik zur Anpassung der verschiedenen Vergütungsbestandteile und wie sind die entsprechenden Regelungen?


  1. Checkliste: Strategisches Vergütungscontrolling - Festgehalt, Ist-Soll-Vergleich (PDF).

  2. Checkliste: Strategisches Vergütungscontrolling - Geldwerte Vorteile, Ist-Soll-Vergleich (PDF)

  3. Checkliste: Strategisches Vergütungscontrolling - Sozial- und Nebenleistungen, Ist-Soll-Vergleich (PDF)

  4. Checkliste: Strategisches Vergütungscontrolling - Zulagen Ist-Soll-Vergleich (PDF)

  5. Checkliste: Strategisches Vergütungscontrolling - Variable Vergütung, Short Term Incentives, Ist-Soll-Vergleich (PDF)

  6. Checkliste: Strategisches Vergütungscontrolling - Variable Vergütung, Long Term Incentives, Ist-Soll-Vergleich (PDF)


Operatives Vergütungscontrolling
Mithilfe der Checkliste zum operativen Vergütungscontrolling können Sie die Effizienz der Vergütungsprozesse in Ihrem Unternehmen überprüfen.

  1. Checkliste: Operatives Vergütungscontrolling (PDF).

    Sie erhalten Anregungen und Hinweise zu folgenden Punkten: • Stehen alle für die Abrechnung der Vergütungsanteile notwendigen Angaben rechtzeitig und richtig zur Verfügung? • Läuft die Abrechnung der Vergütung richtig? • Wo treten Fehler auf? Warum entstehen diese Fehler? • Was kann getan werden, um diese Fehler zu vermeiden?



Mit gutem Gruß

Gunther Wolf

Links:

- Alle Checklisten zum Thema "Entgelt, Gehalt, Vergütung"
- Experten für Entgelt (Beratung, Seminare, Umsetzung)
- Experten für Variable Vergütung (Beratung, Seminare, Umsetzung)
- Experten für Entgeltstrukturen (Beratung, Seminare, Umsetzung)
- Checklisten zum Thema "Variable Vergütung"

01.07.2007

Rezension: Ziele und variable Vergütung in einem dynamischen Umfeld

Bild: DGFP
Guten Tag,

gerade habe ich eine neue Rezension für das Monster Personal Journal fertig gestellt. Kurt Femppel, Hans Böhm: Ziele und variable Vergütung in einem dynamischen Umfeld.

Mit gutem Gruß

Gunther Wolf

Links:
- Ziele und variable Vergütung, Rezension
- Dieses Buch bei Amazon bestellen

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Kurt Femppel, Hans Böhm: Ziele und variable Vergütung in einem dynamischen Umfeld

Sie suchen einen Überblick über in verschiedensten Branchen eingeführte Vergütungssysteme? Hier werden Sie fündig! PraxisEdition ist der Name der DGFP-Schriftenreihe, und diesem wird das Heft "Ziele und variable Vergütung in einem dynamischen Umfeld" durchaus gerecht.

Rund 80 Seiten umfassen allein die 9 präzisen Schilderungen, die von Kurt Femppel und Hans Böhm sorgfältig aus dem DGFP-Arbeitskreis "Ziele und Vergütung" zusammengetragen wurden. Ein solider Erfahrungsschatz der Mitglieder, der dem Leser hier zur Verfügung gestellt wird. Da sich Erkenntnisse zwangsläufig nur aus der Vergangenheit ableiten lassen, bleiben innovative Ansätze und Weiterentwicklungen der letzten Jahre indes unberücksichtigt.

Mit Recht weisen die Autoren darauf hin, dass die Beispiele als durch den jeweiligen Kontext determinierte Modelle zu verstehen sind, aber keineswegs als Empfehlungen oder gar als Best Practices. Für die gehobenen Ansprüche des am Optimum orientierten und in Prozessen denkenden Praktikers, der sich aktuell mit der Umsetzung oder Aktualisierung eines modernen Ziel- und Vergütungssystems befasst, greift die bloße Aneinanderreihung der Beispiele somit zu kurz.

Niemand kann erwarten, dass gerade die Projektverantwortlichen, die hier ihre Arbeitsergebnisse früherer Jahre vorstellen, diese ausreichend neutral oder gar kritisch bewerten. Aber auch im Theorieteil wird der Praktiker nicht das nötige Rüstzeug finden. Es fehlen nützliche Tipps und Hinweise, etwa auf erfolgskritische Stellen für die in der Praxis so wichtigen Gestaltungs-, Implementierungs- und Veränderungsprozesse.

Schauderlich gewählt ist der Untertitel, der da lautet: Alternativen, Grenzen, Praxisbeispiele. Der letzte Punkt ist okay, aber was bitteschön verleitete die Autoren, "Alternativen und Grenzen" in den Vordergrund zu stellen? Tritt hier die Angst des Torschützen vor´m Elfmeter ans Tageslicht? Ich glaube, wenn jemand dieses Buch kauft, möchte er etwas über gut gemachte Ziel- und Vergütungssysteme erfahren, und höchstens sekundär, welche Grenzen die Autoren sehen und ob man nicht besser Alternativen ins Auge fassen sollte.

Fazit: Ein gelungenes Heft für den interessierten Einsteiger, der sich mithilfe der Beispiele von eingeführten und zum Teil sogar noch bestehenden Ziel- und Vergütungssystemen einen guten Ausgangspunkt für eigene, zeitgemäße Überlegungen verschaffen möchte. Sehr hilfreich ist auch der Anhang, u. a. mit einer Aufstellung von tariflichen Regelungen für die Entgeltflexibilisierung (Stand 2005), Beispiele für Zielvereinbarungen und einer Muster-Betriebsvereinbarung.